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Mózes Incze: Mythos und Modernität

2012. Mai 16. - Mai 30.

Mythen und verschiedenste Mythologien waren einst nicht nur sinngebend für die menschliche Existenz, sondern boten den aufkommenden Fragen – in Form archetypischer Gestalten, Geschichten und Taten – auch Antworten. Sofern der Mythos heute mehr als nur eine Art vergessener, aus dem Altertum schöpfender Gedanke ist, sondern sogar selbst Raum für Gedanken und bildliche Darstellung bietet, bleibt seine Bedeutung und Geltung unbeirrt zeitbeständig. Oder anders formuliert: die Begegnung von Mythos und Modernität scheint eine sich stets erneuernde Beziehung zu sein.

Der im siebenbürgischen Barót geborene, aber seit den 90er Jahren in Ungarn lebende Mózes Incze ist ein Vertreter der mittleren Generation der ungarischen zeitgenössischen Malerei. Seine auf klassisch traditioneller Darstellungsweise beruhende figurative Malerei verweist auf das Bestreben der alten Meister, doch deren häufig pathetische Szenen gleicht er durch ironische Bildelemente aus, verwandelt sie, überträgt sie ins Alltägliche. Seine klassisch komponierten Werke prägt beinahe immer ein zeitfremdes Element; häufig stattet er seine Figuren auf den Werken mit mythischer Wirkung mit einem Gebrauchsgegenstand oder ähnlichem Attribut aus. 



Die in der Koller Galerie gezeigte Sammlung besteht hauptsächlich aus neuen Werken. Ein zentrales Bild ist das Universum. Die Hauptfigur des Werkes ist eine halb bekleidete Figur, an deren Oberkörper ein Kind sich nicht nur klammert, sondern sogar angebunden ist. Mit seiner seitlich ausgestreckten Hand hält der Mann die Balance, während er in der anderen einen vielseitigen, kastenartigen und zugleich mehrdimensionalen Gegenstand hält, der an einen Vogelkäfig erinnert. Den Kopf etwas geneigt, lugt er durch die geöffnete Tür in die Konstruktion hinein. Vielleicht kontrolliert er, beobachtet oder beschützt er sie auch. 



Parallel zu der in der Koller Galerie präsentierten Ausstellung Mythos und Modernität, war Mózes Incze auch in Italien vertreten. In der Gallerie del Carbone, Ferrara wurde am 21. April eine Ausstellung mit um die zwanzig seiner Werke eröffnet, die bis zu 6. Mai zu sehen ist. Diese Ausstellung konnte mit der Kooperation der Koller Galerie realisiert werden.

Ausgestellte Werke

Incze, Mózes: Das Erbe
Das Erbe Privatsammlung

Eindrücke von der Ausstellung

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