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Csergezán, Pál (1924 - 1996)

Lebenslauf
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Lebenslauf

 

 

 

 

 

Pál Csergezán – Leben und Werk

Pál Csergezán (Záhony, – , laut zeitgenössischem Nachruf) war ein ungarischer Maler, Grafiker und Buchillustrator. Sein Werk verbindet genaue Naturbeobachtung, die Darstellung von Tierbewegungen und erzählerische Zeichnung. Besonders bekannt sind seine Pferde- und Wildtierdarstellungen sowie die Illustrationen zu Büchern von István Fekete. [1][3][5]

In ungarischer Namensreihenfolge heißt er Csergezán Pál; ohne Akzente erscheint auch Pal Csergezan. Diese Formen bezeichnen denselben ungarischen Künstler mit den Lebensjahren 1924–1996. Zur Identifizierung dient auch der Personendatensatz der Bibliothèque nationale de France. [2]

Abweichende Lebensdaten: Die Jahrhundertfeier der Pilisi Parkerdő folgt dem Geburtstag am 28. Juni. Die BnF nennt den sowie und Budapest als Todesdaten. Róbert Murays Nachruf von 1996 nennt dagegen den 30. September als Todestag. Eine regionalgeschichtliche Darstellung nennt Anna-lak als Sterbeort. Den genauen Ort und die Datumsabweichungen könnten Personenstandsurkunden klären. [1][2][3][9]

Kindheit, Ausbildung und Familie

Csergezán wurde in Záhony geboren und verbrachte einen großen Teil seiner Kindheit in Kisvárda. Mit fünfzehn Jahren kam er nach Budapest und besuchte etwa drei Jahre eine kunstgewerbliche Ausbildung mit architektonischem Schwerpunkt. Gegen Kriegsende wurde er an die Front geschickt und geriet in sowjetische Kriegsgefangenschaft. Die mit Sumy verbundenen biografischen Berichte schildern seine damalige Begegnung mit der russischen Naturmalerei. 1948 kehrte er nach Ungarn zurück. [4][5][9]

An der Magyar Képzőművészeti Főiskola, der ungarischen Hochschule für Bildende Kunst, studierte er Grafik und erwarb 1953 sein Diplom. Seine Lehrer waren Sándor Ék, Jenő Barcsay und György Kádár. Mehrere Biografien setzen den Studienbeginn 1950 an, während Murays zeitgenössische Erinnerung eine Aufnahme 1948 nennt. Derselbe Nachruf berichtet von seiner Ehe und zwei Söhnen. [3][4]

Grafik, Buchillustration und redaktionelle Arbeit

Zu Beginn seiner Laufbahn illustrierte er Schulbücher, populärwissenschaftliche Publikationen und Jugendbücher. Er arbeitete für Nők Lapja, Ország-Világ und Magyar Vadász; später wurde er ein prägender Illustrator und künstlerischer Leiter von Nimród. Seine Buchzeichnungen, Zeitschriftenbilder, Diafilme und Bildgeschichten erreichten ein breites Publikum. [3][5]

Zu seinen wichtigen Illustrationsarbeiten gehören Kálmán Kittenbergers A Kilimandzsárótól Nagymarosig (1956), István Bársonys Erdőn, mezőn (1962) sowie die illustrierten Ausgaben von István Feketes Vuk (1965) und Hú (1966). Auch die Móra-Ausgabe von Lutra aus dem Jahr 2022 enthält seine Zeichnungen. Das erste Erscheinungsjahr eines Buches datiert nicht automatisch die von Csergezán illustrierte Ausgabe. [5][7]

Themen, Techniken und künstlerische Haltung

Pferde, Hirsche, Wildschweine, Füchse und Vögel kehren in seinen Zeichnungen und Gemälden wieder. Tiere erscheinen meist in ihrem Lebensraum: Wald, Schnee, Nebel, Uferlandschaften und wechselndes Licht bestimmen die Szene. Neben Pferdestudien schuf er Darstellungen von Fischern, ländlichem Leben und Landschaften. Anatomische Genauigkeit und lebendige Bewegung sind wesentliche Merkmale seiner beobachtenden, realistischen Naturdarstellung. [4][5]

Er arbeitete mit Ölmalerei, Zeichnung, Radierung, Aquarell und Gouache. In der Grafik tritt die sichere, ausdrucksstarke Linie hervor, in der Malerei stärker die Atmosphäre und Farbigkeit der Landschaft. Muray nennt László Paál, Pál Szinyei Merse und Gyula Benczúr als ungarische Vorbilder. Die Bezeichnung „Jagdmaler“ beschreibt seinen Themenkreis; nach späteren biografischen Berichten jagte er selbst nicht. [3][5][9]

Reisen und künstlerisches Umfeld

Csergezán lebte und arbeitete zeitweise in Deutschland. 1971 reiste er auf Einladung von Prinz Abdorreza Pahlavi, dem Bruder von Schah Mohammad Reza Pahlavi, nach Iran und studierte dort Pferde, Wildtiere und Landschaften. László Studinkas 1978 in Nimród veröffentlichte Erinnerungen belegen die persönliche Einladung. Die häufig verwendete Bezeichnung „Hofmaler“ weist allein keine formelle Ernennung nach. [5]

In Ungarn boten Gemenc, Gyulaj und die Wälder zwischen Budakeszi und Telki Möglichkeiten zur Beobachtung und Arbeit. Seit 1985 gehörte er der Kulturkommission des Internationalen Rates zur Erhaltung des Wildes und der Jagd (CIC) an. Er wurde erster Präsident der 1994 gegründeten Altamira Egyesület. [3][4][5]

Preise und Auszeichnungen

Ausgewählte Auszeichnungen und Grenzen der Quellenlage
Jahr Auszeichnung Quelle und Einschränkung
1982 Deutsche Jagdkunst-Auszeichnung Spätere Biografien nennen einen großen Preis, der zeitgenössische Nachruf einen Kulturpreis. Das Verhältnis zur ebenfalls überlieferten Monte-Carlo-Auszeichnung bleibt ungeklärt; zwei getrennte Preise sind nicht nachgewiesen. [3][11]
1993 Pro Natura-Gedenkplakette Die amtliche Empfängerliste nennt eine Gedenkplakette; sie gehört nicht zur Kategorie des Pro Natura-Preises. [6]
1995 Hubertus-Kreuz in Gold Das Jahr nennt der zeitgenössische Nachruf. [3]
1996 (Sekundärangabe) Pro Cultura Venationis-Gedenkplakette Das Jahr nennt die sekundäre biografische Übersicht; die Darstellung aus Telki führt die Auszeichnung ohne Datum auf. [4][12]
Nicht bekannt Munka Érdemrend (Arbeitsverdienstorden); Nimród-Medaille Im zeitgenössischen Nachruf ohne Verleihungsjahr genannt. [3]

Letzte Jahre, Erinnerung und Sammlungen

Telki und die umliegenden Wälder prägten seine letzten Lebensjahre. Nach der regionalgeschichtlichen Darstellung war Anna-lak sein Sterbeort; dieser Waldort zwischen Budakeszi und Telki steht im Widerspruch zur Ortsangabe Budapest im BnF-Datensatz. Seine Asche wurde nahe dem Jagdhaus Anna-lak beigesetzt. An ihn erinnern die 1997 gegründete Csergezán Pál Alapítvány, eine nach ihm benannte künstlerische Auszeichnung und der Aussichtsturm auf dem Nagy-Kopasz. [2][3][4][9]

Neuauflagen seiner illustrierten Bücher und spätere Gedächtnisausstellungen lenkten den Blick auch auf sein grafisches Werk. Arbeiten aus László Vaskis Privatsammlung wurden nach Präsentationen in Sopron und Keszthely 2026 in die Dauerausstellung des Festetics Imre Élményközpont in Gyenesdiás aufgenommen. Damit ist ihre Ausstellung belegt, kein öffentliches Sammlungseigentum oder die Übernahme des gesamten Nachlasses. Ein kommunaler Bericht aus Telki erwähnt außerdem 2019 geschenkte Grafiken für das Kodolányi János Közösségi Ház és Könyvtár, das örtliche Gemeinschaftshaus mit Bibliothek. Ein vollständiges, überprüftes Verzeichnis öffentlicher Bestände liegt nicht vor. [7][8][10]

Bedeutung für den Kunsthandel

Seine Arbeiten werden in Ungarn und international gehandelt. Für die Beurteilung eines Werkes zählen Technik, Ausführung, Zustand, Signatur, dokumentierte Herkunft und Ausstellungsgeschichte zusammen. Besonders wichtig ist die Unterscheidung zwischen eigenhändiger Zeichnung, Originaldruck und Reproduktion. Druckvermerke wie E.A., próba (Probedruck) und színpróba (Farbprobe) belegen für sich allein weder einen bestimmten Wert noch eine künftige Wertsteigerung.

Literatur und Forschungsgrundlagen

Ein wesentlicher zeitgenössischer Bericht ist Róbert Murays Nachruf in Magyar Vadászlap, November 1996, Seite 6. Eine spätere Übersicht bietet das 2018 erschienene dreisprachige Erinnerungsalbum CSERGEZÁN. Die Biografien zum hundertsten Geburtstag sind zusammen mit den bibliografischen Angaben konkreter illustrierter Ausgaben zu lesen; die Quellen stimmen nicht in allen Einzelheiten überein. [3][5][7][8]

Quellen

  1. Pilisi Parkerdő: Gedenken zum hundertsten Geburtstag, 2024.
  2. Bibliothèque nationale de France: Personendatensatz und abweichende Lebensdaten.
  3. Róbert Muray: Nachruf auf Pál Csergezán. Magyar Vadászlap, 1996/11, S. 6 (PDF).
  4. Telki: biografische Darstellung und Erinnerung (PDF).
  5. Tamás Velkei: Biografie zum hundertsten Geburtstag und Quellen zur Iranreise. Képmás, 2024.
  6. Amtliches Verzeichnis der Naturschutz-Auszeichnungen: Pro Natura-Gedenkplaketten, 1993.
  7. István Fekete: Lutra. Móra, 2022; Verlagsleseprobe und Impressum (PDF).
  8. Telki: Ausstellung 2019, Grafikschenkung und Erinnerungsalbum CSERGEZÁN von 2018.
  9. Budakeszi Hírmondó: regionalgeschichtliche Biografie und Anna-lak, 2020.
  10. Keszthelyi Televízió: Dauerpräsentation der Sammlung László Vaski, 2026.
  11. Keszthelyi Televízió: spätere Erwähnung der deutschen Auszeichnung von 1982, 2025.
  12. Ungarische Wikipedia: Datierung der Pro Cultura Venationis-Gedenkplakette auf 1996; Sekundärangabe.

Geprüft: 7. Oktober 2026.

 

 

Ausstellungen

 

Pál Csergezán – Ausstellungen und spätere Würdigungen

Auswahl, kein vollständiges Ausstellungsverzeichnis. Originaltitel bleiben erhalten; fehlende eigenständige Ausstellungstitel sind kenntlich gemacht. Termine werden nur genannt, wenn sie sich dem jeweiligen Ereignis zuordnen lassen. Eine Museumspräsentation belegt kein öffentliches Sammlungseigentum.

Posthume Ausstellungen und spätere Würdigungen

Jahr Ausstellung, Ort und Zeitraum
2006 Einweihung des Csergezán-Pál-Aussichtsturms
Nagy-Kopasz, Budaer Bergland

Gedenkereignis, keine Kunstausstellung. [13]
2018 Csergezán Pál Emlékkiállítás (Gedächtnisausstellung), FeHoVa
Budapest, HUNGEXPO
–
Gedächtnisausstellung innerhalb der Veranstaltung. [6]
2019 Ausstellung von Pál Csergezán; eigener Titel nicht überliefert
Telki, Kodolányi János Közösségi Ház és Könyvtár
–
Durch den kommunalen Bericht belegt. [7]
2024 Präsentation zum hundertsten Geburtstag bei der 30. FeHoVa; eigener Titel nicht überliefert
Budapest, HUNGEXPO
–
Durch das Veranstalterprogramm und den nachträglichen Bericht bestätigt. [8]
2024 A vadvilág festője (Maler der Wildtierwelt) – Jubiläumsausstellung
Budapest, Koller Galerie
–
Termine nach dem eigenen Ausstellungsarchiv. [9]
2024 Csergezán 100 – Gedächtnisausstellung und Konferenz
Sopron, Esterházy Palota, Erdészeti Múzeum
Eröffnung: ; genauer Schlusstag nicht angegeben
Material von László Vaski und Attila Paller; Kurator: Tamás Kőhalmy. [10]
2025 Grafische Gedächtnisausstellung; eigener Titel nicht überliefert
Keszthely, Vadászati Múzeum (Jagdmuseum)
Am bereits geöffnet; bis
Sammlung László Vaski. Der 15. April ist das Veröffentlichungsdatum des Berichts, kein belegter Eröffnungstag. [11]
2026 Grafische Dauerausstellung; eigener Titel nicht überliefert
Gyenesdiás, Festetics Imre Élményközpont, Természet Háza
Dauerpräsentation seit März 2026
Der Veranstalter kündigte den an; die Presse nennt eine Eröffnung am . Das Verhältnis beider Termine bleibt ungeklärt. [12]

Einzel- und gemeinsame Ausstellungen zu Lebzeiten

Jahr Ausstellung, Ort und Zeitraum
1969 Erste Einzelausstellung laut späteren Biografien; Titel nicht überliefert
Budapest, Galerieausstellung
Genaue Laufzeit nicht bekannt
Sekundäre biografische Angabe. [2]
1976 Ausstellung von Pál Csergezán; eigener Titel nicht überliefert
Budapest, Magyar Mezőgazdasági Múzeum (Ungarisches Landwirtschaftsmuseum)
Genaue Laufzeit nicht bekannt
In der 1986 erschienenen Geschichte des Museums verzeichnet. [1]
1980er-Jahre Találkozás a természettel (Begegnung mit der Natur)
Budapest, Magyar Mezőgazdasági Múzeum
Genaue Laufzeit nicht bekannt
Die Museumsgeschichte verbindet den Titel ohne Jahresangabe mit Csergezán. Die in sekundären Biografien für 1984 genannte Museumsausstellung lässt sich diesem Titel nicht sicher zuordnen. [1][2]

Ausgewählte Gruppenausstellungen

Jahr Ausstellung, Ort und Zeitraum
1994 a TERMÉSZET és mi (die Natur und wir) – erste gemeinsame Präsentation der Altamira Egyesület
Budapest, Galerieausstellung
–
Termine laut zeitgenössischer Ankündigung; Murays Nachruf bestätigt Csergezáns Teilnahme. [4][5]

Weitere internationale Präsentationen

Jahr Ausstellung, Ort und Zeitraum
1975 Präsentation von Arbeiten Pál Csergezáns; Titel nicht überliefert
Paris, Musée de la Chasse et de la Nature
Genaue Laufzeit nicht bekannt
Nach dem späteren biografischen Bericht. [3]
Nicht bekannt Weitere Einzelpräsentationen; Titel nicht überliefert
München, Springe, Köln, Monte-Carlo und London
Jahre und Laufzeiten ungeklärt
Muray nennt auch die Jagdmuseen in München und Springe; die weiteren Städte erscheinen in biografischen und institutionellen Rückblicken. Die Abfolge der Ereignisse lässt sich nicht rekonstruieren. [4][6]

Quellen

  1. János Pintér: A múzeum kiállításai az alapítástól napjainkig. In: Loránd Szabó (Hg.): A Magyar Mezőgazdasági Múzeum 90 éve. 1986, S. 60 und 64 (PDF).
  2. Ungarische Wikipedia: sekundäre Lebens- und Ausstellungsangaben.
  3. Képmás: spätere Biografie; Pariser Präsentation von 1975.
  4. Róbert Muray: zeitgenössischer Nachruf. Magyar Vadászlap, 1996/11, S. 6 (PDF).
  5. Madártávlat, 1994/5, S. 16: Megalakult az Altamira Egyesület; Ankündigung der ersten Präsentation (PDF).
  6. Gyulaj Zrt.: FeHoVa-Gedächtnisausstellung 2018 und Rückblick auf internationale Präsentationen.
  7. Telki: kommunaler Bericht zur Ausstellung 2019.
  8. HUNGEXPO: Programm der FeHoVa 2024 (PDF). HUNGEXPO: Bericht zur realisierten Präsentation zum hundertsten Geburtstag.
  9. Koller Galerie: A vadvilág festője, 2024; eigenes Ausstellungsarchiv.
  10. SopronMédia: Csergezán 100, Eröffnung und Konferenz, 2024.
  11. Keszthelyi Televízió: Ausstellungsbericht vom 15. April 2025.
  12. Festetics Imre Élményközpont: Ankündigung der Eröffnung 2026. Vadászlap: abweichender Eröffnungstermin, 2026. Keszthelyi Televízió: Bestätigung der Dauerpräsentation, 2026.
  13. Telki: Datum der Turmeinweihung (PDF).

Geprüft: 7. Oktober 2026.

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